Geschichte - Museum "Terra Technica"
Die Erfolgsgeschichte der Terra Technica beginnt mit einer großen persönlichen Leidenschaft: Ronnie Seunig, Gründer und langjähriger Betreiber der ehemaligen Excalibur City (heute Family City), sammelte über viele Jahre hinweg privat Jukeboxen – und das in beeindruckendem Ausmaß. Was zunächst als Hobby begann, entwickelte sich rasch zur bedeutendsten und größten Jukebox-Sammlung weltweit.

Der entscheidende Wendepunkt kam durch die Begegnung mit Günter Freinberger, in der Sammlerszene besser bekannt als „Pindigi“ und einer der größten Flippersammler Österreichs mit weit über 500 Geräten. Hier trafen sprichwörtlich der „Jukebox Hero“ und der „Pinball Wizard“ aufeinander. Bei einem Besuch von Ronnie in Günters Sammlung wurde schnell klar: Die Leidenschaft war riesig – der Platz jedoch viel zu klein. Restaurierte Flipper standen Rücken an Rücken hochgeklappt, und auch Ronnie selbst hatte längst keinen Raum mehr für seine stetig wachsende Jukebox-Sammlung.

Aus dieser Situation entstand eine visionäre Idee: ein großes, öffentlich zugängliches Museum zu schaffen, das diese einzigartigen Kulturgüter bewahrt und erlebbar macht.


Anfang 2016 fiel der Startschuss für den Bau des Terra Technica Jukebox & Pinball Museums. In bemerkenswert kurzer Bauzeit wurde das Projekt realisiert: Bereits im Oktober 2017 öffnete das Museum seine Türen und gilt seither als das weltweit größte Museum für Jukeboxen und Flipperautomaten.


Parallel wurde mit der Pixel World ein umfangreicher Bereich für Videospiele geschaffen, der Heimcomputer, Arcade-Automaten und die Entwicklung der Videospielkultur dokumentiert. Heute umfasst die Ausstellung rund 950 Jukeboxen und über 250 Flipperautomaten, die den Besuchern die technische und kulturelle Entwicklung der Unterhaltungsindustrie eindrucksvoll vor Augen führen.
Im Jahr 2019 wurde das Museum um den Bereich Sound & Vision erweitert. Dieser widmet sich umfassend der Geschichte der Tonträger – von den frühen mechanischen Aufnahmen bis zu modernen Medien – und zeigt die passenden Abspielgeräte in ihrem historischen Kontext.
In den folgenden Jahren wuchs die Erlebniswelt kontinuierlich weiter. Zahlreiche klassische Oldtimer wurden thematisch passend in die Ausstellung integriert und verleihen den einzelnen Bereichen zusätzliche Atmosphäre. Die Sammlungen wurden laufend erweitert, restauriert und kuratorisch verfeinert.


Ein weiterer Meilenstein folgte 2025: Unzählige restaurierte Röhrenradios hielten Einzug in die Ausstellung, nachdem Ronnie Seunig bereits eine Sammlung von über 1.500 Geräten aufgebaut hatte.

2026 wurde die Terra Technica schließlich um ein weiteres spektakuläres Highlight ergänzt: die weltgrößte Sammlung von Schuco-Blechspielzeug, die Ronnie Seunig über viele Jahre hinweg zusammengetragen hatte. Damit entwickelte sich Terra Technica endgültig zu einer einzigartigen Zeitreise durch die Geschichte der analogen Unterhaltungs- und Spielkultur.


Heute steht Terra Technica für Leidenschaft, Sammelkompetenz und den Anspruch, technische Kulturgüter nicht nur zu bewahren, sondern für Besucher aus aller Welt lebendig erlebbar zu machen.